Verständlich erklärt

Beiträge im Alter

„Kann ich mir die PKV als Rentner leisten?“ – was GKV- und PKV-Rentner wirklich zahlen.

Der Denkfehler

„Der GKV-Rentner zahlt
doch fast nichts.“

Stimmt nicht. Auch in der gesetzlichen Krankenversicherung der Rentner (KVdR) wird ein Beitrag von der Rente abgezogen – auf Betriebsrenten sogar der volle Satz. Wer ehrlich vergleicht, rechnet beide Seiten netto.

KVdR – die Krankenversicherung der Rentner – setzt voraus: in der 2. Hälfte des Erwerbslebens zu ≥ 90 % gesetzlich versichert (§ 5 Abs. 1 Nr. 11 SGB V · „9/10-Regelung“).
Der GKV-Rentner · Beispiel 2026
versichert.richtig

Auch im Alter wird abgezogen.

Gesetzliche Rente
2.300 €
pro Monat (ohne Betriebsrente)
7,3 % Krankenversicherung167,90 €
~1,45 % Zusatzbeitrag33,35 €
3,6 % Pflegeversicherung82,80 €
Abzug von der Rente≈ 284 €
Zusätzlich überweist der Rententräger ~201 € direkt an die Kasse (wie ein „Arbeitgeberanteil“) – diesen Teil sieht niemand. Exemplarisch, Stand 2026.
Der PKV-Rentner

Vier Hebel senken den Beitrag im Alter.

Alterungsrückstellungen

Das in jungen Jahren angesparte Kapital dämpft den Beitrag genau dann, wenn die Kosten steigen.

10-%-Zuschlag zurück

Der gesetzliche Zuschlag (22–60 J.) fließt ab 60 in die Beitragsdämpfung zurück.

Beitragsentlastung (BEA)

Ein optionaler Baustein senkt den Beitrag ab Rentenbeginn gezielt und planbar.

Bausteine entfallen

Krankentagegeld & Co. fallen im Ruhestand weg – plus Zuschuss des Rententrägers.

Worauf es ankommt

Mit Verstand geplant –
im Alter nicht teurer.

Die Sorge ist verständlich, aber bei guter Planung unbegründet. Entscheidend ist, die Hebel früh zu setzen – dann ist der Beitrag im Alter kalkulierbar.

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