So läuft die Gesundheitsprüfung ab
Der Versicherer stellt Fragen zu Vorerkrankungen, Behandlungen und Medikamenten der letzten Jahre. Aus den Antworten ergibt sich, ob du normal, mit Zuschlag oder gar nicht aufgenommen wirst. Wichtig: Es zählt, was in deiner Patientenakte steht, nicht dein Gefühl.
Der entscheidende Schutz: die anonyme Risikovoranfrage
Stellst du einen normalen Antrag und wirst abgelehnt, kann dieser abgelehnte Antrag in Auskunfteien landen und spätere Anträge erschweren. Die Lösung: Ich frage anonym und ohne deinen Namen bei mehreren Versicherern an. So erfährst du vorab, wer dich zu welchen Bedingungen nimmt, ganz ohne Risiko für deine Akte.
Das wird tatsächlich gefragt
Die Fragen stellt der Versicherer, nicht ich. Zu beantworten sind sie für jede Person, die versichert werden soll, und anzugeben ist auch, was längst ausgeheilt ist, solange es in den abgefragten Zeitraum fällt. Wer etwas weglässt, riskiert nach § 19 VVG Rücktritt, Kündigung oder Anpassung des Vertrags, bis hin dazu, dass im Ernstfall nicht gezahlt wird.
- Körpergröße und Gewicht
- Krankheiten, chronische Leiden, Beschwerden, Unfallfolgen, Implantate, Prothesen, Einschränkungen körperlicher oder geistiger Art, Pflegebedürftigkeit jetzt oder in den letzten 3 Jahren, auch wenn nichts behandelt wurde
- Ambulante Untersuchungen, Beratungen, Operationen, Kontroll- und Nachsorgeuntersuchungen, Behandlungen letzte 3 Jahre, auch was angeraten oder geplant ist
- Stationäre Behandlungen, Operationen, Kur und Reha letzte 5 Jahre, auch was angeraten oder geplant ist
- Psychologische, psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung, Beratung oder Untersuchung, Suchtbehandlung eingeschlossen letzte 5 Jahre
- Fehlsichtigkeit, mit Dioptrien links und rechts
- Sterilität, Infertilität oder Untersuchungen wegen unerfülltem Kinderwunsch letzte 5 Jahre
- Anerkannte Behinderung, Minderung der Erwerbsfähigkeit, Berufsleiden, gesundheitsbedingte Rente
- Abhängigkeit, verordnete oder regelmäßig eingenommene Arznei- und Beruhigungsmittel, Drogen oder nahezu täglicher Alkohol Mittel und Konsum: letzte 3 Jahre
- HIV-Infektion oder ein noch offenes Testergebnis
- Behandlung, Beratung oder Untersuchung wegen einer bösartigen Krebs- oder Tumorerkrankung
- Zähne: fehlende und nicht ersetzte Zähne, zahnärztliche, kieferorthopädische und parodontale Maßnahmen, ersetzte und überkronte Zähne samt Zeitpunkt Maßnahmen: letzte 3 Jahre
Die Zeiträume sind nicht überall gleich
Das ist der Punkt, an dem sich die Voranfrage rechnet. Dieselbe Vorgeschichte führt bei einem Versicherer zu einem Zuschlag und beim nächsten zu gar nichts, weil sie unterschiedlich weit zurückfragen. Vier Beispiele:
- Psyche. Im Regelfall 5 Jahre. Bei ARAG, Barmenia, BK, Concordia, Hallesche, INTER, Nürnberger, ottonova, R+V, SDK, SIGNAL IDUNA, UKV und uniVersa sind es 10 Jahre, bei AXA ActiveMe 8.
- Stationäre Behandlung. Im Regelfall 5 Jahre, bei AXA ActiveMe 6, bei ottonova 10.
- Fehlsichtigkeit. Allianz, HanseMerkur, LKH, ottonova, R+V und Württembergische fragen sie gar nicht ab.
- Krebs. Als eigene Frage stellen sie nur BK, Münchener Verein und UKV (5 Jahre) sowie ottonova und R+V (10 Jahre, dort auch gutartige Tumoren).
Stand dieser Übersicht: August 2026, aus meiner eigenen Arbeitsunterlage. Versicherer überarbeiten ihre Anträge, deshalb prüfe ich die Zeiträume vor jeder Anfrage neu.
Willst du wissen, wo du stehst?
Dann geh die Liste für dich durch und schick mir deine Antworten. Daraus mache ich die anonyme Voranfrage: ohne deinen Namen, ohne Unterschrift, ohne Bankverbindung. Wenn du an einer Stelle unsicher bist, schreib es dazu, unsicher ist eine brauchbare Antwort, geraten ist keine.
Die Liste zum Ausfüllen öffnen →
Ohne Namensfeld und ohne Unterschrift. Nichts wird gesendet und nichts gespeichert, alles bleibt in deinem Browser. Du kannst die Liste auch ausdrucken oder als PDF sichern.
Kostenlose anonyme Voranfrage
Gerade bei Vorerkrankungen der klügste erste Schritt. Ich kläre anonym, wer dich nimmt, bevor irgendetwas verbindlich wird.
Anonyme Voranfrage starten →Bei Vorerkrankungen
- Risikozuschlag, der Versicherer nimmt dich, verlangt aber einen Aufschlag.
- Leistungsausschluss, eine bestimmte Erkrankung wird ausgeklammert, der Rest normal versichert.
- Normale Annahme, bei ausgeheilten Bagatellen oft problemlos.
Welcher Versicherer wie bewertet, unterscheidet sich stark, genau deshalb lohnt der anonyme Vergleich über mehrere Anbieter.
Niemals „ins Blaue“ einen Antrag stellen, wenn du Vorerkrankungen hast. Immer erst anonym anfragen, das schützt deine Akte und deine Verhandlungsposition.
Die Gesundheitsprüfung
Der entscheidende Schritt beim PKV-Antrag – was gefragt wird, worauf es ankommt und warum die richtige Reihenfolge alles verändert.