Verständlich erklärt

Elterngeld für Gutverdiener

Seit 2025 schneller weg, als man denkt – und wie kluge Planung es rettet.

Die Einkommensgrenze fällt
versichert.richtig

In zwei Jahren fast halbiert.

300.000 €
bis 03/2024
Paare
200.000 €
ab 04/2024
einheitlich
175.000 €
ab 04/2025
Paare & Alleinerziehende
Schon 1 € über der Grenze = voller Verlust des Anspruchs. Quelle: BMFSFJ / Bundesregierung.
Der entscheidende Punkt

Nicht brutto zählt –
sondern das zu versteuernde Einkommen.

Maßgeblich ist das zvE aus dem Steuerbescheid – aus dem Jahr vor der Geburt. 175.000 € zvE entsprechen ca. 207.000 € Brutto (kinderloses Paar). Wer das zvE im Vorjahr senkt, bleibt im Anspruch.

Deshalb gilt: früh planen – die Weichen werden im Kalenderjahr vor der Geburt gestellt, nicht danach.
Der Hebel über die PKV

Beiträge im Voraus → Einkommen runter.

PKV-Beitragsvorauszahlung
bis 3 Jahre im Voraus

Voll als Vorsorgeaufwendung absetzbar im Zahljahr – senkt dein zvE gezielt unter die Grenze.

bis 25.200 €
mögliches Elterngeld (max. 1.800 € × 14 Monate).
Weitere Hebel
Basisrente/Rürup (~12.000 €/Person), betriebliche Altersvorsorge.
Worauf es ankommt

Timing ist alles.

Der Hebel wirkt nur im Kalenderjahr vor der Geburt. Wer erst danach rechnet, ist zu spät. Bis zu 25.200 € Elterngeld stehen auf dem Spiel – das ist die Planung wert.

versichert.richtig Profi-Tipp Sobald sich Nachwuchs abzeichnet: zvE des Vorjahres prüfen und mit Beitragsvorauszahlung gezielt unter 175.000 € steuern. Das rechne ich dir kostenlos durch.
§ 1 Abs. 8 BEEG (Anspruchsgrenze 175.000 € zu versteuerndes Einkommen, Geburten ab 01.04.2025) · § 11 Abs. 2 EStG (Abflussprinzip: die Zahlung wirkt im Kalenderjahr der Zahlung) · keine Steuerberatung.
Auch ohne 175.000 € relevant
versichert.richtig

Elterngeld ist steuerfrei – und erhöht deinen Steuersatz

Der Progressionsvorbehalt. Deshalb liegt im Jahr darauf oft ein Steuerbescheid mit Nachzahlung im Briefkasten – und auch dagegen wirkt die Vorauszahlung.

Was passiert
Steuerfrei,
aber nicht folgenlos
Das Elterngeld selbst bleibt unversteuert. Es wird aber zu deinem Einkommen hinzugerechnet, um deinen Steuersatz zu bestimmen.
Was daraus folgt
Steuererklärung
ist Pflicht
Schon ab 410 € Elterngeld im Jahr – und weil im Lohnsteuerabzug niemand den höheren Satz vorgemerkt hat, wird meist nachgezahlt.
Was dagegen wirkt
Sonder-
ausgaben
Sie senken das zu versteuernde Einkommen – und damit die Nachzahlung. Die PKV-Vorauszahlung ist eine davon.
Ehrlich dazu Die Höhe deines Elterngeldes ändert die Vorauszahlung nicht – die wird mit pauschalen Abzügen berechnet (§ 2e BEEG). Sie wirkt auf den Anspruch und auf die Steuernachzahlung.
§ 32b EStG (Progressionsvorbehalt für Elterngeld und andere Lohnersatzleistungen) · § 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG (Pflicht zur Steuererklärung, wenn Lohnersatzleistungen über 410 € im Jahr bezogen wurden) · § 2e BEEG (pauschalierte Abzüge bei der Elterngeldberechnung) · § 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG. Wie hoch die Nachzahlung ausfällt, hängt vom Einzelfall ab – maßgeblich ist dein Steuerbescheid. Keine Steuerberatung.
Weiterlesen

Noch offene Fragen?

Diese Seite erklärt ein Thema von vorne. Wenn du wissen willst, was davon für deinen Fall gilt, sag Bescheid.

Fragen? Chat starten