Verständlich erklärt

Der Risikozuschlag

Was er bedeutet, wie hoch er ausfällt – und wie du ihn wieder loswerden kannst.

Was ist das?

Keine Strafe –
eine rechnerische Anpassung.

Ergeben die Gesundheitsfragen ein erhöhtes Risiko, gleicht ein Zuschlag die erwarteten Mehrkosten aus – damit dein Vertrag trotz Vorerkrankung überhaupt möglich wird. So bleibt das Versichertenkollektiv stabil (Äquivalenzprinzip).

prozentual · z. B. +10 %
oder fest · z. B. +30 €
in der GKV gibt es das nicht
Wie hoch fällt er aus?
versichert.richtig

Meist 10–20 % – je nach Diagnose.

Beispiel
Beitrag 400 € · +10–20 %
+40–80 €
pro Monat – das sind +480 bis +960 € im Jahr.
Schilddrüsenunterfunktion25–60 €
Heuschnupfen0–40 €
Bluthochdruck45–150 €
Asthma bronchiale60–250 €
Praxiswerte je nach Versicherer und Ausprägung – exemplarisch, keine Zusage.
Gilt er für immer?

Nein – fällt die Ursache weg, kann er fallen.

Der Zuschlag hängt an der konkreten Vorerkrankung. Wird sie dauerhaft bedeutungslos, ist eine Herabsetzung möglich – § 41 VVG (Herabsetzung der Prämie), ab Zugang deines Verlangens.

1 · Bitten

Schriftlich um Überprüfung und Reduzierung bitten – kurz begründen.

2 · Nachweisen

Attest „beschwerdefrei/ausgeheilt“, Verlauf, beendete Medikation beilegen.

3 · Bestätigen

Bestätigen lassen, ab wann der Zuschlag entfällt oder sinkt.

Worauf es ankommt

Erst anonym anfragen
dann beantragen.

Ein Zuschlag wird bei Vertragsbeginn kalkuliert – wer später krank wird, bekommt keinen nachträglichen Zuschlag. Eine erneute Prüfung droht nur beim Wechsel in einen höherwertigen Tarif.

versichert.richtig Profi-Tipp Nie blind beantragen. Eine anonyme Risikovoranfrage zeigt vorab, wie Versicherer dein Gesundheitsbild einstufen – ohne dass eine Ablehnung aktenkundig wird.
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