Keine Selbstbeteiligung in der GKV? Doch.
Viele stellen eine PKV mit Selbstbeteiligung neben eine GKV ohne. So ist es aber nicht. Wer gesetzlich versichert ist, zahlt bei vielen Leistungen selbst dazu.
Was du zuzahlstPro Rezept, pro Tag, pro Verordnung
- Medikamente und Hilfsmittel: 10 % vom Preis, mindestens 5 €, höchstens 10 €, nie mehr als das Mittel kostet.
- Krankenhaus: 10 € am Tag, für höchstens 28 Tage im Jahr.
- Physiotherapie und andere Heilmittel: 10 % der Kosten und dazu 10 € je Verordnung.
Höchstens 2 % im Jahr
Mehr als 2 % der Bruttoeinnahmen deines Haushalts musst du im Jahr nicht zuzahlen. Wer chronisch krank ist und dauerhaft behandelt wird, zahlt höchstens 1 %. Leben Partner oder Kinder mit im Haushalt, gibt es Freibeträge, die die Grenze senken.
Beispiel: Du lebst allein und hast 90.000 € brutto im Jahr. Deine Obergrenze liegt bei 1.800 € im Jahr.
Das ist die Obergrenze, nicht der Betrag, den jeder zahlt. Wer gesund ist, kommt nie in die Nähe. Wer ein schweres Jahr hat, ist schnell dort.
Vergleichst du GKV und PKV, gehört diese Obergrenze auf die Seite der GKV, so wie die Selbstbeteiligung auf die Seite der PKV. Erst dann vergleichst du zwei gleiche Dinge.
Was kostet dich ein schweres Jahr?
Ich stelle dir die Zuzahlungen in der GKV und die Selbstbeteiligung in der PKV nebeneinander, mit deinen Zahlen. Kostenlos und unverbindlich.
Rechtsgrundlage: §§ 61 und 62 SGB V. Stand 2026. Unverbindliche Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.