Gesundheit & Antrag · Stand 2026

Bonitätsprüfung

Von Goran Ovčar, Versicherungsfachmann (BWV) · zuletzt geprüft:

Kurz erklärt: Vor dem Abschluss prüft der Versicherer über Auskunfteien wie die Schufa deine Zahlungsfähigkeit, nicht deinen Gesundheitszustand. Bei schwacher Bonität verlangen manche Gesellschaften die Jahreszahlung im Voraus, andere sind toleranter, und der Basistarif bleibt als Auffangnetz.

Ein Vertrag für Jahrzehnte.

Die PKV kalkuliert langfristig und legt aus deinen Beiträgen Alterungsrückstellungen an. Das funktioniert nur, wenn die Beiträge zuverlässig eingehen. Deshalb prüft der Versicherer vor dem Abschluss deine Zahlungsfähigkeit, ähnlich wie eine Bank vor einem langfristigen Kredit.

Es geht um Zahlungsfähigkeit, nicht um deinen Gesundheitszustand. Das ist die separate Gesundheitsprüfung.

Was wird geprüft?

Deine Zahlungshistorie, nicht deine Akte.

Auskunfteien Über Schufa, Infoscore & Co. wird deine Kredit- und Zahlungshistorie abgefragt.

Bewertet wird Laufende Kredite, Zahlungsausfälle, Inkasso oder Mahnverfahren, der Score fasst das zusammen.

Keine Gesundheitsdaten Medizinische Angaben laufen getrennt über die Gesundheitsprüfung, nicht über die Bonität.

Wenn die Bonität schwach ist

Erschwert, aber selten aussichtslos.

Jahreszahlung im Voraus Manche Versicherer nehmen dann nur an, wenn der Beitrag im Voraus gezahlt wird.

Ablehnung möglich Im Extremfall lehnt ein Versicherer den Antrag ab, andere sind toleranter.

Auffangnetz Basistarif Der gesetzliche Basistarif gilt mit Annahmezwang, niemand bleibt ohne Schutz.

Souverän vorbereitet

Prüfen kostet dich keinen Punkt.

Eine Konditionsanfrage („Versicherungskonditionen“) verschlechtert deinen Schufa-Score nicht, anders als eine echte Kreditanfrage. Du kannst deine Bonität also vorab prüfen und veraltete Einträge bereinigen lassen, bevor der Antrag läuft.

Profi-Tipp

Hol dir vorab deine kostenlose Schufa-Selbstauskunft und kläre offene Einträge.

Wer seine Bonität kennt, wird gezielt zum passenden Versicherer gesteuert, statt eine Ablehnung zu riskieren.

Dein nächster Schritt

Bonität nicht makellos? Ich kenne den Weg.

Ich prüfe deine Ausgangslage und steuern den Antrag zum Versicherer, der zu dir passt. Kostenlos, unverbindlich und mit echten Zahlen.

Unverbindliche Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.

Du hast Einträge? Dann prüfen wir sie, bevor irgendjemand fragt

Bei Selbstständigen wird die Bonität immer abgefragt. Das ist kein Sonderfall und kein Misstrauen, sondern Teil der Risikoprüfung. Wer weiß, dass da etwas steht, sollte es kennen, bevor ein Antrag läuft.

Dafür gibt es zwei Wege, und die beiden genügen: eine Abfrage bei infoscore und eine bei der SCHUFA. Mehr braucht es nicht. Zusammen zeigen sie, welche Einträge tatsächlich vorliegen.

Und darum geht es: Erst wenn ich sehe, was dort steht, kann ich Dir sagen, bei welcher Gesellschaft Du überhaupt versicherbar bist. Die Häuser bewerten dasselbe unterschiedlich. Ohne die Auskunft ist das Raten, mit ihr ist es eine Auskunft.

Warum zwei Wege und nicht einer

infoscore und SCHUFA bilden nicht dasselbe ab. Ein Eintrag, den die eine kennt, fehlt bei der anderen, und umgekehrt. Es gibt keine Auskunftei, die alles sieht.

Und die Gesellschaften fragen unterschiedlich. Die eine prüft bei der SCHUFA, die nächste bei infoscore, wieder eine andere bei Creditreform. Wer nur eine Auskunft einholt, weiß deshalb nur die halbe Wahrheit über seine eigene Lage.

Deshalb prüfe ich beide. Nicht weil es gründlicher klingt, sondern weil erst das vollständige Bild die Frage beantwortet, um die es geht: welche Gesellschaften trotz der Einträge in Frage kommen. Das ist keine Ja-Nein-Antwort. Es ist eine Liste, und sie fällt für jeden anders aus.

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